Interview Albert Wenning

Bei Katastrophen, schweren Unfällen oder plötzlichen Todesfälllen sehen sich Menschen unerwartet mit dem unausweichlichen Ende des Lebens konfrontiert. Die einen sitzen apathisch da und sind kaum ansprechbar, andere schreien hysterisch. In solcherlei Fällen ist der 62-jährige Diakon und (Notfall-) Seelsorger Albert Wenning da und hört erst mal nur zu. „Manchmal sagt man eben mehr, wenn man weniger sagt“, bemerkt Albert Wenning. Predigend hört sich das nicht an und auch nicht belehrend. Sondern ehrlich. Und dann fügt er hinzu: „Man muss das Zuhören aushalten – auch wenn die Leute über Gott und die Welt klagen.“ Joachim Day führte das Interview mit Albert Wenning. Die Aussagen des seit 20 Jahren im seelsorgerischen Dienst tätigen Albert Wenning: Nachdenklich, tiefgründig und beeindruckend.