Interview Bernhard Winkler

Bernhard Winkler, im Juni 50 Jahre alt geworden, ist verheiratet, Vater zweier Söhne und hat eine sehr bewegte sportliche Karriere hinter sich. Der gebürtige Würzburger begann erst mit 24 Jahren seine Profilaufbahn, startete dann aber fulminant durch. Schon in seinem ersten Jahr als Profi wurde er mit dem 1. FC Kaiserslautern Deutscher Meister. Nachdem er bereits in Heidingsfeld und Schweinfurt mit dem legendären Trainer Werner Lorant zusammenarbeitete, holte der Erfolgscoach Winkler 1993 zu den Löwen. Gemeinsam mit Peter Pacult bildete Winkler ein Sturmduo, das maßgeblich am erneuten Aufstieg der Löwen und der damit verbundenen Rückkehr in die 1. Bundesliga beteiligt war. Mit 64 Treffern (oder waren es doch „nur“ 63, Bernhard Winkler sagte es uns) in der 1. Bundesliga steht Winkler in der vereinsinternen Statistik auf Platz zwei hinter Rudi Brunnenmeier, der 66 Treffer erzielte. In den neun Jahren beim TSV 1860 München bestritt der 1 Meter 83 große Stürmer 218 Pflichtspiele. Dabei schoss er 94 Tore. Nach seiner aktiven Karriere erwarb der 50jährige die A-Trainer-Lizenz und war u.a. Trainer beim FC Ismaning sowie Cheftrainer der U23 von 1860 München. Winkler ist ausgebildeter Sport – und Fitnesscoach, Experte in Life Kinetik und engagiert sich in mehreren Benefiz-Organisationen. Im Interview mit Joachim Day lässt Bernhard Winkler seine sportliche Karriere Revue passieren, garniert sein Aussagen mit amüsanten Werner Lorant-Erlebnissen, sieht seinen damaligen Umgang mit den Journalisten in aller Offenheit sehr kritisch, nimmt Stellung dazu, woran es gelegen haben könnte, dass er nie Nationalspieler wurde, erläutert seine derzeitige Tätigkeit in der Löwenfußballschule, berichtet über seine Begegnungen mit dem schwer kranken ehemaligen Sturmpartner Olaf Bodden und geht auf seine vielen sozialen Engagements ein. Bernhard Winkler, eine außergewöhnliche Persönlichkeit im Fußballsport.