Interview Klaus Wolfermann

Klaus Wolfermann wurde 1972 Speerwurf-Olympiasieger. Ein Jahr später warf er einen fulminanten Weltrekord mit 94´08. Große Erfolge, die zu Zeiten entstanden, als das Thema Doping in der Leichtathletik noch keines war. Der 71jährige gebürtige Franke steht für sauberen und die Einhaltung von fairem Sport. Wolfermann nahm nie ein Blatt vor den Mund. Die offenen, ehrlichen, manchmal nachdenklich stimmenden Aussagen des sportlichen Allrounders fanden und finden Gehör. Doping bringt ihn fast zur Verzweiflung und dennoch glaubt er nicht, dass dieses Problem jemals in den Griff zu bekommen ist.

Der 6malige Deutsche Meister ist ein Aushängeschild der Deutschen Leichtathletik. Sein Speerwurf-Wettkampf am 3.9.1972 bei den Olympischen Spielen in München gegen den hoch favorisierten Letten Janis Lusis (ehem. Sowjetunion) ist in die Leichtathletik-Geschichte eingegangen. Es war der „Goldene Sonntag der Deutschen Leichtathletik“, als Bernd Kannenberg, Hildegard Falck und Klaus Wolfermann bei den Olympischen Spielen Gold errangen.

Der „Kleine Riese mit dem goldenen Arm“ schildert minutiös den Wettkampf bei den Münchener Spielen gegen Janis Lusis, einem Kontrahenten, mit dem er immer noch eng befreundet ist. Deutschlands Sportler des Jahres 1972 und 1973, Träger des Silbernen Lorbeerblattes und Deutschlands Speerwerfer des Jahrhunderts geht zudem auf seine Karriere als Bobfahrer ein, bringt die Serviceleistungen seiner Sport-Marketing-Agentur näher, erzählt von seinen vielen sozialen Engagements und äußert sich über seine Wünsche, beispielsweise endlich die Modelleisenbahn fertig zu stellen und mit seiner Frau Friederike (seit 1967 verheiratet) eine Weltreise zu unternehmen. Viel Spaß beim Interview von Joachim Day mit einem der großen der Deutschen Leichtathletik – Klaus Wolfermann.